Urghs… Das können wir doch eigentlich besser, oder?

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht,
brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!
(Volkslied)

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Es ist schon ein wenig beschämend… nein ich meine nicht die etwas gewöhnungsbedürftigen Fotos die ich euch hier heute zeige. Da ich aber nicht gerne Kinder hier auf dem Blog von vorne zeige, musste ich ein wenig in die Fototrickkiste greifen bei so einem „Kinderevent“ =). Die Fotos sind alle so gewollt… darum geht es nicht… Aber was mich echt traurig gemacht hat, war der Laternenlauf am Samstag. Und damit meine ich nicht was der Schützenverein auf die Beine gestellt hat. Die Waffeln waren lecker, die Kinder genossen das Schminken und es war eine echt schöne Atmosphäre…

Aber dann, dann mhm… Ich habe lange überlegt ob ich es hier überhaupt thematisiere. Aber ich möchte ja nicht alles hier durch eine rosarote Brille sehen & schreiben und daher hebe ich heute mal meinen Zeigefinger.

Zu einem „Event“ gehören nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Gäste… und die müssen eigentlich auch ein wenig Mitwirken. Der Laternenlauf an sich, das war schon ehrlich gesagt ein kleines Trauerspiel.

Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir auch dies Jahr wieder instrumentale Begleitung gehabt hätten, aber man kann ja bekanntlich nicht immer alles haben. Und der Versuch Stimmung durch die Musik mit dem Gettoblaster zu erreichen, war echt schon „süß“ (hey, er war lauter und verständlicher als manch Musiker der letzten Jahre)…. aber was mich echt ein wenig traurig gemacht hat: Wir haben doch alle eine Stimme. Ein Versuch in der Mitte des Weges, diese einmal zu nutzen (eine ältere Generation vor mir hatte damit angefangen und ich habe auch mit eingestimmt) scheiterte, weil nicht wirklich viele mitgemacht haben. Aber ist nicht eigentlich genau das der „Mitsinn“ von Laterne gehen (schaut man auf Wikipeda unter „Laternelaufen“ dann ist Singen ein fester Bestandteil von Laterne gehen!!!)?

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Wenn ich an mein Laterne gehen (als Kind) denke, dann haben wir immer gesungen. Egal ob schief, ob krumm… es war der Spaß an der Sache. Unsere Eltern haben dafür gesorgt dass die richtige Stimmung auf kam. Und genau an diese Dinge erinnere ich mich auch noch heute. Das machte das Laterne gehen für mich so Besonders. Da brauchte es nicht eine Band oder eine CD… da wurde voller Leidenschaft einfach drauf los gesungen. Wir hatten halt richtig Spaß dabei =).

Ich habe am Samstag einige Kinder gehört, die anfingen „Laterne“ zu summen oder zu singen… Doch fast niemand drumherum stimmte mit ein und so verstummten auch sie nach und nach.

Woran liegt das? Genieren wir uns vor Anderen zu singen? Das kann ich eigentlich kaum glauben. Singen in der Kirche klappt doch auch und ich glaube nicht dass uns Freund oder Nachbar komisch anschaut, nur weil wir vielleicht mal den falschen Ton treffen… Die Kinder wird es sowieso nicht stören. Die Singen bestimmt einfach mit.

Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere mal darüber nachdenkt und wer weiß, vielleicht bekommen wir es doch mal hin das wir dabei singen… und nicht nur hintereinander herlaufen.

Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne
und unten da leuchten wir.
(Volkslied)

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