Auf der Spur von Spuren…

Merkwürdiger Titel? Richtig!

Bei der Suche nach einem Thema, das vielleicht nicht einmal jedem Lindwedeler bekannt ist und daher diesem Blog etwas Interessantes verleiht, bin ich genau darauf – auf diese Spuren – gestossen.

Auf der Suche
Auf der Suche

Spuren von Menschen? Tieren? Nein!!!

Ich bin in die Geschichte „gereist“ und bin dort auf den alten geplanten Verlauf der A7 gestossen. 1938, als der Bau für den oberen Abschnitt der A7 begann, wollte man zur damaligen Zeit noch einen Verlauf in nächster Nähe Lindwedels (Hope/Adolfsglück) bauen. Teilbereiche wurden hierfür bereits fertig gestellt, bevor dieser Streckenbau der A7 durch Hitler mehrfach verzögert (Bauarbeiter wurden für wichtigere Streckenabschnitte benötigt) und letztendlich sogar eingestellt wurde (durch die zu hohen Baukosten einer zweigeteilten Autobahn in der Nachkriegszeit).

Einige dieser Bauten kann man aber noch immer – zurückerobert von der Natur – in nächster Umgebung von Lindwedel finden.

Aus der Ferne der Blick auf das erste Stück alter A7
Aus der Ferne der Blick auf das erste Stück alter A7

Vom Gehweg kaum noch zu sehen, umso imposanter je näher man kommt.

Grabendurchlass der alten A/
Grabendurchlass der alten A 7

Dieses Stück alte A7 kann man zwischen Adolfsglück und Vesbeck finden. Es sind 2 Bögen, die miteinander mit einem Tunnelsystem verbunden sind. Es ist noch relativ gut erhalten, wurde inzwischen aber von Bäumen und Sträuchern umgeben bzw. bewachsen.

Persönlich war ich schon bei diesem Stück der alten A7 Spur tief beeindruckt und andererseits auch erstaunt, das in meiner nächster Wohnortnähe noch so etwas Geschichtsträchtiges zu finden ist. Jedoch musste ich nur ein paar Kilometer später feststellen, dass dieser Grabendurchlass nicht einmal das interessanteste, noch immer bestehende Bauteil der geplanten, alten und andersverlaufenden A7 war.

Sehr dicht an Hope befindet sich nämlich noch dieses Bauwerk:

Durchlass für die Grindau
Durchlass für die Grindau

Nicht nur ich, sondern auch mein 6 jähriger Sohn waren total fasziniert von dieser „Brücke“. Das war Abenteuer pur =). Erschreckend nur, dass irgendwelche „supercoolen“ Kids, die gerne Schmierereien hier und da verteilen, nicht einmal vor so einem Bauwerk zurückschrecken.

Altes Bauteil der damals geplanten A7 Führung
Altes Bauteil der damals geplanten A7 Führung, cirka 2m hoher Durchgang
Quer zur alten Straße
Quer zur alten Straße
Andere Seite des Durchlasses
Andere Seite des Durchlasses, nicht ganz so gut erhalten wie die Vorderseite
Sicht von oben quer zum Verlauf
Sicht von oben quer zum Verlauf

Wie bereits gesagt, fand nicht nur ich diesen Ausflug rund um Lindwedel interessant, sondern auch mein Sohn. Ich kann daher nur jedem empfehlen, solch einen Abenteuerspaziergang einmal zu planen. Da werden selbst langweilige „Spaziergänge“ plötzlich cool =). Da sich die Bauwerke jedoch nicht direkt an Gehwegen befinden, sollte man darauf achten, nichts auf den anliegenden Feldern/Wäldern zu beschädigen. Mit Kinderwagen sind diese Plätze leider nicht zu erreichen.

Wer mehr über die Geschichte des alten, geplanten Verlaufes der A7 lesen möchte, dem kann ich nur diese Seite empfehlen: Interessengemeinschaft für historische Militär-, Industrie- und Verkehrsbauten

Auf die Spur dieser A7 „Spuren“ bin ich durchs Geocaching (Beitrag zu dem Thema in Zusammenhang mit Lindwedel ist ebenfalls geplant) gestossen. Einfach bei geocaching.com nach „Die Geisterautobahn“ suchen.

PS: Die Wege zu den Orten sind teilweise länger als bei Geocaching angegeben, da man nicht mit dem Auto so nah (nur Landwirtschaftlicher bzw. Forstverkehr frei) heran fahren darf, wie der Ersteller des Geocaches angibt.

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4 Kommentare

  1. Hallo, ich finds sehr interessant. Sind demnächst mal wieder in Lindwedel und wollen die Zeit gleich mal für einen Herbst-Spaziergang nutzen. Leider find ich über Geocoaching nur die „Quest“, um zu diesem Ort zu kommen. Hast du eine nähere Lagebezeichnung für mich?

    Liebe Grüße aus Hannover

    1. Wenn du auf die „Quest“ gehst, kannst du dann nicht rechts die Karte sehen? Oben ist ein kleiner Ausschnitt und wenn du auf der Questseite weiter runterscrollst erscheint noch eine Größere? Weil die nicht Plätze sind nicht so einfach zu finden (gibt ja viele kleine Landwege dort und beide Plätze sind von Bäumen umrundet und nicht unbedingt sichtbar… der erst Platz kann mit einem geschulten Auge erkannt werden, der zweite gar nicht.) und es wäre gut wenn man eine ausgedruckte Karte mit nimmt. Da wo du die Questpunkte siehst, sind dann auch meist die Gebäudeteile nicht weit. Caches sind: Die Geisterautobahn – Beton im Wald I (LPC) und der andere ist Die Geisterautobahn – Beton im Wald II. Ich selbst nutze auf meinem Smartphone (Android, nicht Apple ^^) eine kostenlose Geocache App und führe daher die Karte immer bei mir.

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